Spitzenspiel der Bayernliga Süd
Im Nachholspiel des 6. Spieltages trafen wir im Spitzenspiel der Bayernliga Süd auf den SC Regensburg. Mit drei Punkten Vorsprung – der SC musste bereits gegen Pfersee Augsburg Punkte liegen lassen – fuhren wir nach Regensburg. Erstmals nach dreiwöchiger Verletzungspause war wieder Verena Schneiderbauer im Kader. Doch mussten wir den nächsten Ausfall hinnehmen. Ramona Werner verletzte sich bei einem Stützpunktspiel am Knie und wird für einige Wochen ausfallen – Gute Besserung auf diesem Weg!
Trainerin Roswitha Bindl versuchte unserer Mannschaft in ihrer Ansprache vor dem Spiel die Nervosität zu nehmen – die allen deutlich ins Gesicht geschrieben stand. „Wir sind gut drauf und können selbstbewusst in die Partie gehen. Auch wenn wir in Rückstand geraten sollten – womit wir heute rechnen müssen – bin ich mir sicher, dass wir mit der richtigen Einstellung das Spiel drehen können.“, so Bindl vor dem Spiel, als kenne sie bereits jetzt den Verlauf der Partie…
Der Erste gegen den Zweiten – das war in diesem Spiel von beginn an zu sehen. Ein schnelles Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Doch konnten weder die Regensburger noch unsere Mädels dies verwerten. So gab es alleine zwischen der 16. und 31. Minute fünf Großchancen für uns. Marina Hagn schob zweimal den Ball am langen Pfosten vorbei, nach einem Schuss von Stefanie Mirlach rettete der Pfosten, Andrea März scheiterte nach einem Alleingang an der überragend haltenden Keeperin und auch einen starken Schuss von Alisa Bäumler konnte die Regensburger Schlussfrau abwehren. „Wer vorne seine Tore nicht macht, wird hinten dafür bestraft“. Und so gingen wir nach einem Freistoß der Regensburgerinnen von rechts (den die Libera jedes Mal – egal aus welcher Entfernung – durch einen Weitschuss versuchte vor unser Tor zu bringen) 1:0 in Rückstand, als eine freistehende Regensburgerin den Ball unhaltbar ins linke Eck verlängerte. Unsere Mädels ließen jedoch zu keinem Zeitpunkt den Kopf hängen. Unsere Spielführerin schnappte sich sofort den Ball und ging zum Anstoßpunkt. „Spätestens nach dem Rückstand war der Siegeswille meiner Mannschaft zu sehen. Sie setzten alles daran das Spiel zu drehen.“, so Bindl.
Dieser Einsatzwille wurde bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff belohnt, als Verena Schneiderbauer per Heber den Ausgleich erzielte. Die gegnerische Torfrau war zwar wieder mit den Fingern am Ball, konnte diesen aber nur noch ins eigene Tor abfälschen. Nun war wieder alles offen und die Fans und Zuschauer beider Seiten versuchten lautstark ihre Mannschaften zu unterstützen. Wir kamen immer wieder zu Chancen, doch wir waren vor dem Tor nicht konsequent genug. In der 58. Minute war dann Regensburg kurz davor den Führungstreffer zu erzielen, als nach einer Hereingabe die Direktabnahme nur knapp übers Tor ging. Die Spannung wurde immer größer – waren nur noch zwanzig Minuten zu spielen und beide Mannschaften wollten sich mit der Punkteteilung nicht zufrieden geben. Doch dann nutzte Shireen Teufel eiskalt einen zu leicht gespielten Rückpass der Regensburger Hintermannschaft, schnappt sich den Ball, ging alleine aufs Tor und schob den Ball platziert an der Torhüterin vorbei. Der Jubel war groß und das Spiel tatsächlich gedreht. Regensburg musste die letzte Viertelstunde hinten aufmachen, und so konnten wir uns noch ein ums andere Mal vors Regensburger Tor spielen, jedoch blieb es beim 1:2-Endstand.
Wir sind in Rückstand geraten – haben mit der richtigen Einstellung dagegengesetzt – haben das Spiel gedreht – und die Trainerin hatte wieder mal recht J
Verfasst: Marina Schnapp – die stolz auf euch ist!
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