FFC Brauweiler Pulheim - FC Bayern München 0:1 (0:0) 1.Bundesliga Frauen, 14.Spieltag 30.03.2003, 14:00 Uhr, 100 Zuschauer, Spiel-Historie |
Drei wichtige Auswärtspunkte erkämpft Brauweiler war in der Vergangenheit für uns ein beliebtes Reiseziel, wir konnten immer erfolgreich die Heimreise antreten. So auch am Wochenende. Doch diesmal war alles noch ein Stück härter umkämpft als früher. Die Gastgeberinnen schnürten uns stark in die eigene Hälfte ein, so daß unsere Aufgabe, den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen, völlig fehl schlug. Mit einer enormen Anfangsnervosität begannen wir das Spiel und es entwickelte sich auf unserer Seite ein Fehlpassfestival, wie selten zuvor erlebt.Brauweiler erspielte sich Chance um Chance und wir schauten geduldig hinterher. In dieser so schwierigen Phase versuchte Tanja Wörle trotz ihrer Gegenspielerin, der 141 fachen deutschen Nationalpielerin Bettina Wiegmann, Linie in unser Offensivspiel zu bringen. Meist Alleingelassen war es schwer Initiative zu ergreifen, Brauweiler drückte mächtig aufs Tempo. Konsterniert, dass gute Möglichkeiten nicht zum Erfolg führten, verflachten zusehends die Angriffe der Hausherrinnen. Langsam ergaben sich auch für uns Spielanteile und mit besserer Kommunikation hätte Gerti Stallinger völlig freistehend, der wieder überzeugenden Fine Krengel klargemacht, dass sie bei einer Massflanke ganz alleine am Zuge sei.Beim Halbzeittee war die Frage: So weiter spielen (murksen), oder wie vorgenommen, den Gegner attackieren und dabei selbst zum eigenen Spiel zu finden. Diesmal gaben wir die richtige Antwort. Meine Mädels beherzigten die Worte und liessen nach dem Wechsel endlich auch Taten folgen. Das Spiel drehte sich komplett. Jetzt hatten wir die Oberhand und nützten auch den heftig blasenden Wind für uns. Der Gegner wurde in seiner Hälfte eingeschnürt und fast alle wichtigen Zweikämpfe konnten wir für uns entscheiden. Trotzdem war Vorsicht geboten, denn Brauweiler verlegte sich aufs Kontern. Christine Francke war es vorbehalten mit prächtiger Parade einen Gewaltschuß aus dem Torwinkel zu entschärfen. Unsere überragende Tanja Wörle trieb ihre Mitspielerinnen mit exaktem Zuspiel zur Höchstleistung. Die erneut sichere Abwehr festigte sich von Minute zu Minute und bereinigte gemeinsam alle Angriffsversuche der Brauweilerinnen.Wir erhöhten den Druck und konnten die Gegnerinnen konditionell überflügeln. Nina Aigner war es dann wieder einmal vorbehalten, nach einigen guten Aktionen von ihr, den finalen Schlußpunkt zu setzten. In der 88. Minute nahm sie ein Zuspiel von Fine Krengel auf und setzte sich aus wenigen Metern gegen ihre Gegenspielerin und der Nationaltorfrau Silke Rottenberg durch und spitzelte den Ball unter Bedrängnis genau in den Winkel des Tores.Groß war die Freude und unsere treuen Fans feierten mit uns diesen so wichtigen Arbeitssieg. Ein großes Lob an die unbändige Moral meiner Spielerinnen.Verfasst: Peter König |
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