Auswärtssieg in Rheine Dass es für Heike Rheine um den Abstieg geht und dass Trainerin Nicole Werner irgendwie ihre Mannschaft weiter aufbauen und motivieren muss, ist doch klar. Aber ein völlig anderes Spiel zu sehen, ist auch für mich ein Rätsel.
Ich Stimme voll und ganz der Aussage unserer Trainerin Sissy Raith zu, die auf der Pressekonferenz folgendes Statement abgab: Sissy Raith lobte die Leistungssteigerung ihres Teams in der zweiten Halbzeit. „Wir haben die Mitte schön zugemacht, und die äußeren Mittelfeldspielerinnen haben sehr diszipliniert gespielt. Die Abwehr hat über die vollen 90 Minuten überzeugt und außer dem Lattenschuss nicht viele Chancen zugelassen.“ Ziemlich hart in die Kritik nahm die Ex-Nationalspielerin Schiedsrichterin Nicole Schumacher. „Einen klaren Elfmeter haben wir nicht bekommen.“ kritisierte sie. „Zumal sind viele Zweikämpfe im Mittelfeld unnötig abgepfiffen worden. Etliche Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar gewesen.“
Ich war auch eine von 630 Zuschauern und habe auf meinem Spickzettel nur Chancen unserer Mannschaft stehen. Abgesehen von dem einen Lattentreffer auf Gegners Seite, finde ich keine weitere nennenswerte Chance. Wenn ein oder zwei gut hereingegebene Freistöße, so Trainerin Nicole Werner bei der Pressekonferenz, bereits Chancen bzw. Tormöglichkeiten sind, ja wo kommen wir denn da hin. Dann hätte aus unserer Sicht dass Spiel zweistellig ausgehen müssen. Sorry, aber diese Aussage kann ich gar nicht nachvollziehen. Es war ein klarer Sieg unserer Mannschaft. Ein verwehrter Elfmeter in der 40. Minute hätte bereits die Vorentscheidung für uns bringen können - ja müssen. Ab der zweiten Halbzeit gab es Chancen - wirkliche Chancen fast im Minutentakt. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Rheiner Tor, Lattentreffer in der 53. Minute von Vanessa Bürki den Nachschuss setzte Nina Aigner knapp über das Tor. Eine Eckballserie innerhalb der folgenden zehn Minuten brachte die Heimmannschaft schon gewaltig ins Wanken. Weiterer Lattentreffer von Nina Aigner in der 65. Minute, dass 2:0 lag förmlich in der Luft. Die Erlösung und Spielentscheidung lies bis zur 70. Minute auf sich warten. Nina Aigner wurde diesmal mit einem Tor belohnt, hatte sie doch zuvor bereits mehrmals die Möglichkeit einen Treffer zu setzen, so war dieser umso schöner.
Ich weiß nicht ob Heike Rheine die Liga halten kann, ich würde mich für sie freuen, doch mit „Schönreden“ geht es bestimmt nicht, da müssen schon Leistung, Tore und Punkte dafür sprechen.
Karin Danner |