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FC Bayern München - FFC Brauweiler Pulheim 2:1 (1:1) 1.Bundesliga Frauen, 3.Spieltag 08.10.2006, 11:00 Uhr, 310 Zuschauer, Sportpark Aschheim, Spiel-Historie |
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Glücklicher Sieg macht FCB für 80 Minuten zum Tabellenführer Das Team "Leitner- Krüger, Paukner, Urbancova, Fröhlich - Partzsch, Baunach, Spieler, Rech, de Pol - Eckmann, Simic" wäre ein konkurrenzfähiges Bundesligateam. Das Problem für FCB-Trainierin Sissy Raith ist aber: Keine der genannten Spielerinnen ist komplett fit. Manche fielen brutalen Fouls zum Opfer (Paukner: HSV, Simic: Bad Neuenahr), sind langfristig außer Gefecht (Eckmann, Urbancova, Fröhlich, Partzsch, Spieler), krank (Baunach) oder so gerade für Kurzeinsätze fit (Rech, de Pol). Ohne zehn Spielerinnen musste also für das Spiel gegen den Tabellenletzten FFC Brauweiler-Pulheim eine neue Formation gefunden werden. Da einige Spielerinnen dachten, das werde ein Selbstläufer folgte ein böses Erwachen nach einem furiosen Start: Nach 2 Minuten spielte Susanne Petsch Nicole Banecki geschickt frei. Nicole hatte nur noch Brauweilers Torfrau Britta Trescher vor sich, traf aber nur den Außenpfosten. Leider war das auch ein Bruch im FCB-Spiel: Fortan war das Spiel von vielen Fehlern geprägt, mitunter tauchte Brauweiler gefährlich vor dem Bayern Tor auf. Der Gast aus Norddeutschland wurde sogar beschenkt: Mit einer Ecke hatte FCB-Torfrau Uli Schmetz Schwierigkeiten, der Ball landete vor Lea Spangenmachers Füßen, die zum 0:1 für Brauweiler abstaubte (23.Minute). Danach merkte man, wie ein Ruck durch die Bayern ging: Angefeuert von vielen FCB-Fans (der TV Nabburg erschien in Busstärke, vielen Dank!) folgte nun Chance um Chance: Die 17jährige Bundesliga-Debütantin Stefanie Mirlach verzog freistehend gleich nach dem Wiederanspiel. Gleich danach konnte Brauweilers Torfrau Trescher einen Freistoß von Nina Aigner nur abklatschen, FCB-Mittelstürmerin Daniela Leonbacher kam eine Idee zu spät. Doch schon 5 Minuten nach dem Gegentreffer gelang der Ausgleich: Eine unübersichtliche Situation im Fünf-Meter-Raum nutzte Nina Aigner, Trescher machte dabei keine gute Figur. Mit dem Ausgleich war die Drangperiode der Münchnerinnen vorbei: Nun konnten sich die Torfrauen auszeichnen. Schmetz rettete gegen Mariane Ciobra, Trescher gegen Aigner. Nach dem Seitenwechsel konnte der FCB eine leichte Überlegenheit herausarbeiten: Nina Aigner und Silvie Banecki hatten das 2:1 auf Fuß bzw. Kopf. Aber auch Brauweilers Mariana Ciobra und FCB-Innenverteidigerin Carmen Roth lieferten sich harte Duelle, ausgeschlossen wäre eine erneute Gästeführung nicht gewesen. "Wir waren auf einen Punkt aus", erklärte Brauweilers neuer Trainer Manuel Ortiz Gonzales nach dem Spiel. Dass er nach Spielschluss dem FCB zu drei Punkten gratulieren musste lag an zwei Dingen: Zum einen an einem Sonntagsschuss von Susanne Petsch. Sie wollte von der rechten Seite nach innen flanken, der Ball wurde lang und länger und klatschte an den Innenpfosten des Brauweiler Tores. Von dort sprang der Ball an der verdutzten Trescher zum Siegtreffer ins Netz. Der zweite Grund war die sichere Uli Schmetz und die Latte des FCB-Tores. Dieses Gebälk traf Brauweilers Anne Lenz kurz vor Spielende. Mit dem Schlusspfiff der gut leitenden Schiedsrichterin Elke Fehlow fielen gleich fünf Brauweiler Spielerinnen in den Rasen: Sie wussten, einen Punkte hätten sie heute verdient gehabt. Doch wie oft im Fußball: Der der oben steht hat das Glück und am Tabellenende kommt neben fehlendem Glück auch noch Pech dazu. Wobei ganz oben, also Platz eins in der Bundesligatabelle, für den FC Bayern zwischen 12:47 und 14:07 Uhr galt. Erst dann verdrängte das 1:0 der SG Essen-Schönebeck den FCB vom Platz 1 auf Platz 2. Fazit des Spiels: Der sehr glückliche Heimsieg muss schnell abgehakt werden und eine deutliche Steigerung ist nötig. Denn nun kommen die dicken Brocken: Am kommenden Wochenende beim schon jetzt dominierenden 1.FFC Frankfurt und danach zum Pokalspiel in Schäftlarn gegen den SC 07 Bad Neuenahr (22.10., 11 Uhr). Von Bernhard Kux |
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